Am Samstag, 13. Juli 2024, feierte die Neuapostolische Gemeinde Sinzig ein Sommerfest. Das Fest verband die Gemeinde mit großer Dankbarkeit für die Hilfe, die sie anlässlich der Flutkatastrophe im Ahrtal am 14./15.07.2021 erfahren hat.
Nicht nur aus aus dem Kirchenbezirk Wiesbaden, sondern aus ganz Deutschland hatte der Gemeinde Sinzig nach der Flutkatastrophe 2021 Hilfe und Unterstützung erfahren. Diese bestand aus der aktiven Hilfe vor Ort, z. Bsp. beim Ausräumen und Reinigen der Kirche, aber auch aus vielen finanziellen Unterstützungen. Diese finanziellen Mitteln wurden in Koordination durch den Gemeindevorsteher, Hirte Ulrich Thurau, an die Geschwister der Gemeinde verteilt, die ebenfalls durch die Flutkatastrophe zu Schaden gekommen waren.
Erinnerung an die Hilfe von 2021
Bereits mehrere Wochen vor dem Termin des diesjährigen Sommerfestes wurde im Organisationsteam der Gemeinde überlegt, wie man den Tag gestalten kann und die Dankbarkeit den Helferinnen und Helfern gegenüber zum Ausdruck gebracht werden kann. Neben einem Andenken in Form eines Schlüsselanhängers mit dem Jahresmotto 2024 „Beten wirkt“, den ein Jugendlicher mit einem 3D-Drucker entworfen und hergestellt hatte, wurden eine Tombola und die Verpflegung organisiert.
Eine Woche vor dem Sommerfest trafen sich mehrere Gemeindemitglieder auf dem Außengelände der Kirche, um dieses für den Festtag herzurichten. Es wurde gekehrt, Rasen gemäht und Unkraut gejätet.
Am Festtag selbst trafen rund 120 Geschwister aus ganz Deutschland an der Kirche in Sinzig ein. Hierzu zählten auch Mitglieder der NAK-Biker, die mit mehreren Motorrädern angereist waren. Nach dem Eintreffen versammelte man sich zunächst im Kirchenschiff. Hirte Thurau begrüßte die Anwesenden und sprach ein kurzes Gebet. Im Anschluss daran wurden drei Vorträge gehalten: Florian Drever stellte zunächst einen sachlichen Ablauf des Katastrophentags und die im Anschluss begonnenen Maßnahmen im Ahrtal dar. Priester i. R. Georg Mock, der die Arbeiten rund um die Kirche in Zusammenarbeit mit der Bauabteilung der Gebietskirche koordinierte, stellte mit eindrucksvollen Bildern die Schäden am Kirchengebäude vor und zeigte auf, wie durch die erhaltene Unterstützung die Räumung und Reinigung des Gebäudes ablief. Schließlich konnte Tatjana Augustin, Geschäftsführerin des Hilfswerk NAK-karitativ einen Einblick in die Hilfe durch die Organisation geben. Bis heute werden Maßnahmen im Ahrkreis unterstützt.
Nach den Vorträgen startete die Mannschaft an den Grills mit den Vorbereitungen, so dass man dann zum geselligen Teil im Außenbereich der Kirche übergehen konnte. Highlight am Nachmittag war der Besuch eines Eiswagens, der nicht nur die kleinen Gäste erfreute. Für die Kinder war ein Spielmobil ausgeliehen worden. Viele Spielsachen konnten so auf dem Kirchengelände genutzt werden. Und viele schöne und nette Gespräche wurden geführt.
Die meisten Geschwister, die der Einladung gefolgt waren, kannte man bisher nicht vom Angesicht her. Dies führte zur besonderen Freude, dass man nun den Namen auch ein Gesicht zuordnen kann.
Doppelter Gedenktag
Am Sonntag, 14.07.2024, feierte der Bezirksvorsteher, Evangelist Matthias Schäfer, den Gottesdienst in der Gemeinde.
Da dieser genau auf den dritten Jahrestag der Flutkatastrophe fiel, waren die Emotionen bereits beim Eingangsgebet in der Gemeinde spürbar.
In ihrem Predigtbeitrag gingen Diakonin Thurau und Hirte Thurau auf das Wochenende ein und es prägte sich der Satz, dass „Fremde zu Freunden“ geworden sind.
Evangelist Schäfer erläuterte den Hinweis auf den „doppelten“ Gedenktag: Am 14. Juli 1835 wurde die prophezeite Zahl „12“ der neuzeitlichen Aposteln voll.
Einen Bericht zu diesem Datum findet man auf der Homepage des Kirchenmagazins nac.today.
Nach dem Gottesdienst wurde noch ein Imbiss angeboten, da einige der Geschwister die Zeit genutzt hatten, im Ahrtal zu übernachten. Mit viel Dankbarkeit im Herzen endete das Festwochenende am Sonntagnachmittag.
17. August 2024
Text:
André Drever
Fotos:
André Drever,
Fabian Mock
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