Am 19. Oktober 2024 unternahm ein aktiver Teil der Gemeinde Hof/Westerwald gemeinsam einen Ausflug in die historische Fachwerkstadt Herborn. Dort erwartete uns Frau Klein, eine erfahrene Stadtführerin, die uns auf eine spannende Reise durch die Geschichte und Architektur der Stadt mitnahm.
Während eines Rundgangs durch die Innenstadt und die Fußgängerzone erhielten wir interessante Einblicke in die Stadtentwicklung, bewunderten zahlreiche erhaltene oder restaurierte Fachwerkhäuser und erfuhren mehr über die Hohe Schule sowie die dort tätigen Professoren. Diese Eindrücke rundeten den Nachmittag in Herborn eindrucksvoll ab.
Die Anreise erfolgte in Fahrgemeinschaften von der Kirche in Hof. Am Marktplatz, direkt am historischen Marktbrunnen von 1732, trafen wir uns mit unserer Stadtführerin. Dort begann eine lebendige Erkundungstour, die uns auch zum Rathaus führte. Dieses beeindruckende Bauwerk wurde 1589 erbaut und nach einem Brand im Jahr 1626 wiederaufgebaut. Besonders faszinierend ist der umlaufende Fries mit den Wappen Herborner Bürgerfamilien. Wir erfuhren außerdem, dass Herborn erstmals 1048 urkundlich erwähnt wurde und 1251 auf Betreiben der Grafen Walram II. und Otto I. von Nassau die Stadtrechte erhielt.
Beim weiteren Spaziergang über die gepflasterten Gassen der Altstadt stießen wir auf zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, viele davon mit charakteristischen Schieferverkleidungen. Ein besonderes Highlight war das älteste Haus der Stadt aus dem Jahr 1445 in der Mühlgasse. Unsere Stadtführerin schilderte eindrucksvoll das Leben der Menschen im Mittelalter und der frühen Neuzeit, sodass wir ein lebendiges Bild der damaligen Zeit erhielten.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der Hohen Schule, die zwischen 1588 und 1817 als Bildungsstätte von großer Bedeutung war. Sie gilt als die einzige reformierte Hochschule in Deutschland und zählte zu den wichtigsten Bildungszentren der Calvinistisch-Reformierten in Europa. Berühmtester Student war der Pädagoge Johann Amos Comenius. Obwohl sie aufgrund kaiserlicher Vorbehalte nie Universitätsprivilegien erhielt und somit kein Promotionsrecht hatte, beeindruckte die Hohe Schule durch die hohe Qualität ihrer Lehre. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung des historischen „Disputationsgestühls“, eines Doppelbankkatheders aus dem Jahr 1610, in der Aula.
Unser Rundgang führte uns schließlich zum Untertor, auch „Sinnertor“ genannt, und endete in einem gemütlichen Café, wo wir bei Kaffee und Kuchen den gelungenen Nachmittag ausklingen ließen.
Auf der Rückfahrt in die Heimat sprachen wir noch über die beeindruckenden Fachwerkhäuser und die vielfältigen Eindrücke des Tages. Ein herzlicher Dank gilt Schwester Hildegard Nies für die ausgezeichnete Organisation dieses wunderbaren Ausflugs.
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