Der Gottesdienst, den Priester Ingmar Roß am Sonntag, dem 14. Dezember 2025, in der Neuapostolischen Kirche in Wiesbaden mit der Gemeinde feierte, erhielt einen besonderen Akzent durch die Spendung des Sakraments der Heiligen Wassertaufe.
Der Predigt lag folgendes Bibelwort zugrunde: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ (Joh 3,30). Einleitend meinte Priester Roß schmunzelnd, dies sei, wenn man nur die erste Aussage des Satzes betrachte, ein für die Taufe eines kleinen Kindes sehr passendes Textwort. Allerdings beziehe sich Johannes der Täufer, der hier zitiert werde, nicht auf Körpergröße und Gewicht von Menschen, sondern auf die geistliche Entwicklung von Jesus Christus, hinter welcher der Auftrag von Johannes immer mehr zurücktrete.
Auf die Kirche Jesu Christi bezogen, bedeute dies, dass Jesus im Leben aller Gläubigen „wachse“ und für sie immer bedeutsamer werde. Man solle Gott im Alltag immer wieder neu Raum geben – damit sein Licht durch uns ausstrahlen, Orientierung schenken und unser Umfeld prägen könne. Im Blick stand dabei auch die Ausrichtung auf die Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi.
In der ergänzenden Predigtzugabe durch Evangelist Jens Oster ging es um die Frage: „Wie würde Jesus in seiner Liebe handeln?“ – gerade in schnellen Reaktionen und Entscheidungen. Dies bedeute beispielsweise, dass Versöhnung wichtiger sein könne als Opfer, wie aus der Bergpredigt hervorgehe: „Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so … geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe“ (Matth. 5, 23.24).
Heilige Wassertaufe
Ein besonderes Ereignis im Gottesdienst war die Heilige Wassertaufe von Micah Joel Hofmann. Priester Roß wies darauf hin, dass dieses Sakrament das Verhältnis von Mensch und Gott grundlegend verändere. Somit könne aus Gottferne Gottnähe werden. Das junge Gemeindemitglied gehöre damit zur Kirche Christi und werde ein vollwertiger Christ. Umrahmt wurde die Feier des Sakraments durch ein Chorlied zu Beginn („Stern, auf den ich schaue …“) und ein Lied des Kinderchores zum Abschluss. Priester Roß betonte die bewusste Entscheidung der Eltern für die Taufe ihres Kindes. Auch die Namensgebung hätten sie bewusst getroffen. „Micah“ bedeute „Wer ist wie Gott?“ und „Joel“: „Gott ist Güte“.
Angeregt durch den Heiligen Geist, gab der Priester der Familie ein Taufwort aus Galater 5,25 mit: „Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.“ Auch die Verantwortung in der Familie wurde hervorgehoben – als Vorbild füreinander und verbunden über diese Zeit hinaus. Nach den Worten an die Eltern und einem Gebet weihte Priester Roß das Wasser zur Taufe im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, zeichnete Micah mit dem Wasser dreimal ein Kreuz auf die Stirn und spendete den Taufsegen.
Nach der Übertragung des Zentralgottesdienstes mit Bezirksapostel Stefan Poeschel am 1. Dezember und der Einführung von Bischof Matthias Schäfer durch Bischof Aramik Fesdjian am darauffolgenden Sonntag erlebte die Gemeinde somit auch am 3. Advent einen Festgottesdienst. Ihm sollte am 4. Advent ein vierter folgen: die Übertragung des Gottesdienstes mit Stammapostel Jean-Luc Schneider aus Bensheim.
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