Im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen lud die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Neuwied am 22. Januar 2026 zu einer gemeinsamen Andacht in die Neuapostolische Kirche in Neuwied ein. Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen kamen zusammen, um miteinander zu beten, zu singen und über das verbindende Fundament ihres Glaubens nachzudenken.
Die Kirche wurde für die Andacht vom Technikteam der Gemeinde Neuwied und weiteren lieben Menschen aus der Gemeinde stimmungsvoll beleuchtet.
Im Mittelpunkt der Andacht stand das Bibelwort aus Epheser 4,4:„Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung.“ Dieses Wort prägte den gesamten Abend und eröffnete eine geistliche Perspektive auf christliche Einheit, die nicht Gleichförmigkeit meint, sondern eine gemeinsame Hoffnung, getragen von dem einen Geist Gottes.
Die liturgische Gestaltung verband vertraute Elemente mit gemeinschaftlichem Erleben: Das Eingangslied „Herz und Herz vereint zusammen“ von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf stellte die geistliche Tradition der ökumenischen Bewegung in einen historischen Zusammenhang. Eine gemeinsame Kanon-Meditation („Jesus remember me“) sowie weitere musikalische Beiträge vertieften die Atmosphäre von Verbundenheit und Gebet.
In der zentralen Reflexion unter dem Titel „Zu einer Hoffnung berufen“ wurde deutlich, dass Hoffnung und Erinnerung untrennbar zusammengehören. Hoffnung richtet den Blick nach vorn – sie lebt von dem, was noch nicht sichtbar ist. Doch sie nährt sich aus dem, was bereits erfahren wurde: aus Momenten von Nähe, Liebe, Versöhnung und Licht. Erinnerung wird so zur Quelle der Hoffnung – nicht als bloßer Rückblick, sondern als Vorausblick auf das, was möglich und verheißen ist.
Die Betrachtung machte zugleich deutlich, dass Jesus selbst keine neue Religion begründen wollte, sondern Menschen in die Nähe Gottes rief – unabhängig von Herkunft, Status oder Tradition. Christinnen und Christen werden so zu „Reflexionsflächen“: nicht aus eigener Kraft leuchtend, sondern als Menschen, an denen das Licht Christi sichtbar wird. Gerade in einer Zeit permanenter Informationsflut und gesellschaftlicher Verunsicherung wurde die Einladung formuliert, den Blick bewusst ins Licht zu richten und Hoffnung sichtbar werden zu lassen – still, wirksam und gemeinschaftlich.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Gebet um Erneuerung der Hoffnung durch den Heiligen Geist und um die Bereitschaft, diese Hoffnung weiterzugeben – über konfessionelle Grenzen hinweg, hinein in die Welt.
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