Am Sonntag, den 22. Dezember 2024, versammelten sich viele Gläubige in der Neuapostolischen Kirche in Koblenz, um gemeinsam den 4. Advent zu feiern – und die Heilige Wassertaufe von Luise Surges mitzuerleben.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente ein Bibelwort aus Jesaja 42,9: „Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich´s euch hören.“
Priester Lukas Döpp begann seine Predigt mit dem Sprichwort „Versprochen ist versprochen“ und erinnerte daran, wie wichtig Verlässlichkeit für gelingende Beziehungen ist. Auch Jesaja erinnert mit seinem Wort an einen solchen Bund zwischen Gott und seinem Volk Israel: Befreit aus Ägypten, versprachen die Menschen, an Gott zu glauben – doch dieses Versprechen hielt nur kurz. Gott hingegen steht zu seinem Wort: Er kündigte Christus an – und Jesus kam. Ein Vorbild für unser Leben, das uns auffordert, selbst zu prüfen: Sind unsere Taten schon von Liebe geprägt, so wie Jesus es vorgemacht hat?
Die Verheißung Christi ist nicht nur Vergangenheit, sondern auch Zukunft: In ihm liegt die Möglichkeit zur Befreiung von Schuld – aus Gnade. Keine Garantie für ein sorgenfreies Leben, aber eine Einladung, aktiv im Glauben zu leben und Christus zu erwarten.
Priester Döpp lenkte den Blick auf den Advent als Zeit der Vorbereitung: Während Erwachsene oft von Stress geprägt sind, zeigen Kinder pure Vorfreude – ein Bild für die Naherwartung Christi. Was prägt unsere innere Haltung? Und: Lassen wir unsere Sorgen kleiner werden im Vertrauen auf Gottes Nähe?
In seinem Predigtbeitrag sprach Hirte Roger Tech über die Freude, die Luise Surges’ Taufe für Familie und Gemeinde bedeutet – auch wenn Neues uns Menschen oft zunächst skeptisch macht. Doch Gott will Neues schaffen, uns verwandeln zu „neuen Kreaturen“. Dafür braucht es unsere Bereitschaft zum Handeln und zur Vergebung.
Mit Gottes Hilfe können wir den Frieden erleben, den Weihnachten verheißt. Doch das setzt voraus, dass wir uns auf das Glaubensziel einlassen – trotz aller Ungewissheiten. Die Frage bleibt: Nehmen wir Gottes Hilfe an? Und brennt die Frohe Botschaft wirklich in unseren Herzen?
Evangelist Nicolai Glasenapp verglich in der Vorbereitung auf die Sündenvergebung das geistliche Wachstum mit dem Wachsen von Gras: langsam, kaum wahrnehmbar, aber wirkungsvoll. So ist es auch mit dem inneren Wachsen – geheimnisvoll und göttlich. Gott hat versprochen, uns auf diesem Weg zu begleiten, vor allem durch die Sündenvergebung. Und während wir Menschen immer wieder an unseren Versprechen scheitern, bleibt Gott treu.
Ein Männerquartett stimmte zur Einstimmung auf die Taufhandlung eine Lorica an – ein Segens- und Schutzgebet. Besondere Bedeutung bekam es, da der Vater und der die Segenshandlung durchführende Priester Teil des Quartetts waren.
Priester Döpp erzählte, wie der Vater seine Tochter direkt nach der Geburt in den Armen hielt und dachte: „Für dieses Kind werde ich alles tun!“ Doch auch wenn das nicht immer gelingt – Luise fällt weich: in die Familie, die Gemeinde und vor allem in Gottes Hand.
Mit der Heiligen Wassertaufe gibt Gott das Versprechen, sie stets mit seinem Segen zu begleiten. Die Eltern tragen Verantwortung, dieses Vertrauen zu stärken – unterstützt von der ganzen Gemeinde.
Gott schenkt Luise, ihrer Familie und uns allen seine Gnade – als Vater, brüderlicher Freund in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist als Führer durch unser Leben.
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