Mit großer Dankbarkeit feierte die Gemeinde Sinzig am ersten Wochenende im September ihr 75-jähriges Bestehen. Ein Gemeindefest leitete die Feierlichkeiten ein, deren Höhepunkt ein von Apostel Opdenplatz gehaltener Gottesdienst war. Dabei stellte er die Gemeinde Sinzig unter eine neue Leitung.
Am Samstag, 6. September, kamen zahlreiche Gemeindemitglieder und ehemalige Weggefährten zum Gemeindefest im und rund um das Kirchengebäude an der Hohenstaufenstraße zusammen. Auch Geschwister aus Dormagen, mit denen seit der Flutkatastrophe 2021 ein herzliches Band besteht, sowie Amtsträger aus Neuwied nahmen teil. Bei Grillgut, Kaffee und Kuchen gab es viele Gelegenheiten, Erinnerungen auszutauschen und einander in froher Gemeinschaft zu begegnen.
Höhepunkt des Wochenendes war der festliche Gottesdienst mit rund 170 Teilnehmenden am Sonntag, 7. September, den Apostel Gert Opdenplatz leitete. Grundlage für seine Predigt war ein Bibelwort aus Habakuk 2,20: „Der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!“ Zu Beginn berichtete der Apostel, dass er darum gebeten habe, einen Gedanken für den Einstieg zu finden. Diesen fand er in den Luftballons, die aus Anlass des Jubiläums am Zaun des Kirchengrundstücks angebracht waren. Gestern seien sie noch prall aufgeblasen gewesen, bis heute sei jedoch Luft ausgewichen. „Aber hier, in dieser Gemeinde und im Werk Gottes, ist die Luft nicht raus.“
Ruhesetzung und neue Leitung
In diesem Gottesdienst wurde Hirte Ulrich Thurau in den Ruhestand verabschiedet. Auf den Tag genau vor 45 Jahren hatte er seinen ersten Amtsauftrag empfangen; davon diente er 26 Jahre in Sinzig als Gemeindevorsteher. Apostel Opdenplatz würdigte die vielfältigen Aufgaben, die Hirte Thurau im Lauf der Jahre übernommen hatte: Zahlreiche Trauerfeiern, Taufen und Hochzeiten hat er begleitet. Einen besonderen Einsatz zeigte er 2021 während und nach der Flutkatastrophe im Ahrtal, als er zum „Manager“ von Spendenangeboten und Hilfsleistungen wurde und so vielen Menschen praktische Hilfe und Trost vermitteln konnte. Viele persönliche Worte und Gesten der Dankbarkeit machten die tiefe Verbundenheit der Geschwister deutlich.
Für die Zukunft setzte der Apostel anschließend neue Wegmarken: Priester Simon Caspari (Neuwied) wurde als Gemeindevorsteher für die Gemeinden Sinzig und Neuwied beauftragt, Priesterin Jutta Caspari zur stellvertretenden Vorsteherin ernannt. Zudem erhielten Jessica Lemke und Andreas Fürst das Amt einer Diakonin bzw. eines Diakons für den Dienst in beiden Gemeinden.
Nach dem Gottesdienst trug Bruder Florian Drever eine Kurzfassung der Gemeindechronik vor. Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron überbrachte der Festgemeinde sehr warmherzige Worte. Besonders griff er einen Gedanken aus der Predigt auf: „Nur wer still ist, kann gut zuhören.“ In einer Welt voller Lautstärke wolle er diesen Impuls für seine eigene Tätigkeit mitnehmen.
Bei einem anschließenden Sektempfang bot sich noch einmal Gelegenheit zu Begegnung, Gesprächen und gemeinsamer Freude.
Das Jubiläum hat eindrucksvoll gezeigt: Die Gemeinde Sinzig ist ein Ort lebendigen Glaubens und fester Bestandteil des geistlichen und gemeinschaftlichen Lebens in der Region.
30. September 2025
Text:
André Drever
Fotos:
André Drever,
Andreas Fürst
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