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„Hab Mut, steh auf!“ – Ökumenischer
Gottesdienst in Bad Schwalbach

 

Vier Konfessionen feierten am Sonntagnachmittag, dem 8. Februar 2026, gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst. Er fand in der Neuapostolischen Kirche in Bad Schwalbach statt. Anlass war der „KirchentagsSonntag“ als Einstimmung auf den im Mai stattfindenden Katholikentag, der unter dem Motto steht: „Hab Mut, steh auf!“

Der gastgebende Gemeindevorsteher Gerald Götte begrüßte gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Ann-Sophie Huppers, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Bad Schwalbach, die rund 90 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher. Pfarrerin Huppers hob das zunehmend enge ökumenische Zusammenwirken der christlichen Gemeinden in Bad Schwalbach hervor, die diesen Gottesdienst gemeinsam initiiert hatten und ihn nun auch gemeinsam gestalteten. Dazu gehören die Neuapostolische Kirche als Gastgeberin des Gottesdienstes, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die katholische Kirchengemeinde Pfarrei Heilige Familie Untertaunus sowie die evangelische Gemeinde, die inzwischen Teil der Evangelischen Hoffnungsgemeinde Untertaunus ist.

Zudem erläuterte sie den Anlass des Gottesdienstes: den KirchentagsSonntag, der als thematischer Bezugspunkt auf den kommenden Katholikentag verweist, der um Himmelfahrt herum in Würzburg stattfindet.

Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Gemeindegesang, einen Chor unter der Leitung des evangelischen Kantors Patrick Leidinger sowie durch das Orgelspiel von Ulrich Winkler umrahmt. Mehrere Lieder begleiteten die liturgischen Teile, darunter bekannte Choräle wie „Was Gott tut, das ist wohlgetan.“ Zu Beginn setzte ein Vorbereitungsgebet zum Katholikentag, gesprochen vom katholischen Pastoralreferenten Benedikt Berger, einen inhaltlichen Akzent. Es griff das Leitmotiv des Kirchentages und damit auch des Gottesdienstes auf: „Hab Mut, steh auf!“

Als Lesung erklang die dem Leitwort zugrunde liegende Evangelienstelle von der Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10,46–52), vorgetragen durch Franz-Eike Lange von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Der Ruf „Hab Mut, steh auf, er ruft dich“ wurde zum roten Faden des weiteren Gottesdienstes. Evangelist Götte griff diese Szene in seiner sich anschließenden Predigt auf und verband sie mit dem Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Jesus rufe alle Menschen, doch nicht alle hörten diesen Ruf. Wo Menschen sich rufen lassen, entstünden Begegnungen, die verändern. Ökumene beschrieb er als gelebtes Aufeinanderzugehen: Gemeinsam Christus bekennen, einander kennenlernen und im Vertrauen Schritte aufeinander zu machen.

Poetry-Beitrag "Aufeinander zugehen"

Ein Poetry-Beitrag der neuapostolischen Diakonin Mareike Möller, vorgetragen durch Monika Hoch und Andreas Schmidt, setzte einen nachdenklichen Akzent: Der Text beschreibt ein Gefühl innerer Leere und Einsamkeit trotz äußerer Gemeinschaft, verbunden mit Erschöpfung, Überforderung und dem Wunsch nach Leichtigkeit und dem Gefühl, sich lebendig und frei zu fühlen. Zugleich macht er deutlich, dass aus dieser Situation Wege herausführen können: die Erkenntnis, nicht allein zu sein, das Annehmen von Hilfe, echtes Zuhören und kleine Gesten der Nähe und Nächstenliebe, die Hoffnung geben und zeigen: „Diese Welt ist noch nicht ganz kaputt.“

Die Gedanken aus der Predigt und dem Poetry-Beitrag  wurden anschließend durch Pfarrerin Ann-Sophie Huppers und Pastoralreferent Benedikt Berger vertieft. Beide betonten: Mut ist keine billige Parole und Angst lässt sich selten „wegreden“. Jesu Zuspruch klinge anders, weil er die Angst ernst nehme: Ja, du hast Angst – aber geh trotzdem los; lass das Vertrauen größer sein als die Angst. Die biblischen Sätze „Fürchte dich nicht“, „Hab Mut, steh auf“ wurden als seelsorgliche Worte verstanden, die Menschen aufrichten, ohne sie unter Druck zu setzen. Gleichzeitig wurde der Blick auf die ökumenische Wirklichkeit vor Ort gelenkt: Es brauche heute weniger Mut als früher, einander zu begegnen, weil Vertrauen gewachsen sei. Und doch brauche es immer wieder Mut, Neues zu wagen, Ideen auszuprobieren und auch gemeinsam zu korrigieren. 

In den von Klaus-Peter Hüllen, Monika Hoch und Franz-Eike Langen vorgetragenen Fürbitten wurde das Gemeinsame nochmals hörbar: Dank für den Gottesdienst der vier Konfessionen, Gebet für Frieden in einer verwundeten Welt, Bitte um Überwindung von Spaltung und Hass. Das Vaterunser wurde bewusst „jeder in seiner gewohnten Art“ gebetet – als Ausdruck von Vielfalt in Einheit.

Agapefeier

Ein zentraler Höhepunkt war die Agapefeier. Pfarrerin Huppers erinnerte daran, dass Jesus mit sehr unterschiedlichen Menschen Tischgemeinschaft hielt. Agape wurde als Haltung dienender Liebe beschrieben: miteinander teilen, freundlich aufeinander schauen, einander dienen. Andreas Schmidt sprach den Segen über das Brot, das anschließend durch die Reihen gereicht und miteinander geteilt wurde.

Den Abschluss des Gottesdienstes bildeten Dank und Segen. Eingeladen wurde außerdem zu einem Empfang im Anschluss, um die Gemeinschaft auch über den Gottesdienst hinaus fortzusetzen. So blieb der Gottesdienst nicht bei Worten stehen, sondern setzte das Leitmotiv praktisch um: Aufstehen, aufeinander zugehen – und darauf vertrauen, dass Gott mitten unter uns wirkt.

10. Februar 2026
Text: Thomas Brunschede
Fotos: Thomas Brunschede

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