Am Sonntag, den 19. April 2026, feierte die Gemeinde Taunusstein einen besonderen Gottesdienst mit Bischof Matthias Schäfer. Im Zentrum standen die Strahlkraft des Osterlichts Christi und die feierliche Segnung des Ehepaars Ilse und Günther Kamrad anlässlich ihres 65. Hochzeitsjubiläums.
„Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank, sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe.“
Ausgehend von diesem Bibelwort aus Lukas 8,16 beschrieb Bischof Schäfer Jesus Christus als das Licht, das Orientierung, Klarheit und Hoffnung schenkt. Besonders mit Blick auf Ostern werde deutlich: Christus lebt, er ist auferstanden und eröffnet den Menschen die Hoffnung auf ewiges Leben. Der Bischof betonte, dass dieses Licht nicht verborgen bleiben darf. Christus ruft die Gläubigen dazu auf, selbst zum Licht zu werden. Dies geschehe nicht durch Selbstdarstellung, sondern durch Liebe, Freundlichkeit, Vergebungsbereitschaft und ein festes Gottvertrauen im Alltag.
Geistliche Energiequellen
Damit dieses innere Licht brennen kann, bedarf es einer beständigen Energiequelle. Der Bischof nannte hier das Wort Gottes, die Sakramente und das Wirken des Heiligen Geistes als geistliche Nahrung.
In seiner Predigtzugabe ergänzte Priester Brunschede diesen Gedanken: Dem Glaubenslicht kann durch negative Einflüsse der „Sauerstoff“ entzogen werden. Er ermutigte die Gemeinde, Glaubensfragen aktiv zu klären und immer wieder einmal eine Standortbestimmung vorzunehmen, um die Verbindung zu Christus lebendig zu halten.
Segen zur Eisernen Hochzeit
Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes war der Segen zur Eisernen Hochzeit von Ilse und Günther Kamrad. Das Ehepaar blickt auf 65 gemeinsame Ehejahre zurück. Bischof Schäfer stellte die Handlung unter das Wort aus Psalm 48,15: „Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führt.“
Der Bischof würdigte den gemeinsamen Lebensweg des Paares, der sie durch viele Stationen und Reisen geführt hatte. Trotz aller Veränderungen blieb das „Haus Gottes“ für sie stets ein fester Ankerpunkt. Der Segen zu ihrem Ehejubiläum wurde als Zusage Gottes gedeutet, das Paar „für immer und ewig“ zu begleiten und ihnen auch in Zukunft bei jedem nächsten Schritt sicheren Halt zu geben.
So verband der Gottesdienst die Botschaft vom Licht Christi mit einem gelebten Beispiel von Treue und Vertrauen: Gottes Gegenwart weist den Weg – im persönlichen Leben, in der Gemeinde und auf dem gemeinsamen Weg zweier Menschen.
3. Mai 2026
Text:
Thomas Brunschede
Fotos:
Markus Brinkmann,
Thomas Brunschede
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