Bei hochsommerlichen Temperaturen fand am Sonnabend, 25. Juli 2026, in der neuapostolischen Kirche in Wiesbaden die kirchliche Hochzeit von Erandika und Dominik Eldags statt.
Mit feierlichen musikalischen Beiträgen stimmten Ronald Jeremias (Flügel, Orgel) und Jessica Kriewald (Cello) die Festgemeinde auf das Geschehen ein. Vor dem Altar erwartete der Bräutigam geduldig seine Braut, die schließlich von ihrem Vater unter majestätischen Orgelklängen zu ihm geleitet wurde.
Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Festgemeinde ein altes Kirchenlied von Paul Gerhardt : „Lobet den Herren alle, die ihn ehren“ (Neuapostolisches Gesangbuch, Nr. 151). Priester Detlef Burblies legte dem Gottesdienst ein bekanntes Bibelwort aus der Feder von Apostel Paulus zugrunde: „Die Liebe höret nimmer auf …“ (1. Korinther 13,8). Damit klang bereits – wen mag dies bei einer Hochzeit wundern? – die Liebe als Grundtenor von Predigt und Ansprache an das Brautpaar an.
Priester Burblies wies darauf hin, dass das gewählte Bibelwort dem „Hohelied der Liebe“ entnommen sei. Liebe sei nicht nur e i n Kennzeichen, sondern d a s Merkmal göttlichen Wesens schlechthin. „Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1. Johannes 4,16). Was für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen gelte, habe auch in einer Ehe eine besondere Bedeutung. Die Liebe zueinander sei für das Brautpaar Aufgabe und Maßstab zugleich. Gott möchte, dass diese Liebe zueinander nie aufhört. In einer Ehe trage zum dauerhaften Gelingen bei, wenn Eheleute sich im Alltag fragen: „War es die Liebe, die mich bewegte, so zu reden oder so zu handeln?“ Da Menschen jedoch unvollkommen seien und dies auch für die Lebensgestaltung in einer Ehe gelte, empfehle er, in bestimmten Situationen die drei Worte „Ich liebe dich“ durch drei andere Worte zu ergänzen: „Ich verzeihe dir.“
Nachdem die Eheleute auf die Fragen des Geistlichen mit ihrem „Ja“ bekräftigt hatten, dass sie einander als Gabe Gottes erkennen, in allen Verhältnissen zueinanderstehen und einander die Treue halten, einander in Liebe und Wertschätzung begegnen und das gemeinsame Leben an den göttlichen Geboten ausrichten und nach diesen handeln wollen, erfolgte der wechselseitige Ringtausch und die Spendung des Trausegens durch Priester Burblies.
Bevor der Gottesdienst mit Schlussgebet und Segen endete, stimmte die Gemeinde in ein Lied von Karl Gerok ein und unterstrich damit die Grundaussagen des Gottesdienstes:
„Zwei Herzen brennen fröhlich heut
in einer Liebe Flammen
und halten fest in Leid und Freud
von heute an zusammen.
Doch dass da bleibe Herz an Herz,
so haltet fleißig himmelwärts
mit Bitten und mit Loben
die Hände stets erhoben.“
(Neuapostolisches Gesangbuch, Nr. 317, 2. Strophe).
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