Am 25. September 2024 kamen die Gemeinden des südlichen Kirchenbezirks zu einem besonderen Gottesdienst in Wiesbaden zusammen. Bezirksvorsteher Matthias Schäfer sprang kurzfristig als Dienstleiter ein, nachdem Apostel Opdenplatz krankheitsbedingt absagen musste. Im Zentrum des Gottesdienstes standen das Thema des Überwindens sowie die Ernennung von Priester Tobias Erler zum stellvertretenden Gemeindevorsteher von Niedernhausen.
Dem Gottesdienst an diesem Mittwochabend lag das Bibelwort aus Offenbarung 3,21 zugrunde: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“
In seiner Predigt hob Bezirksvorsteher Schäfer hervor, dass „Überwinden“ auch den täglichen Kampf gegen das Böse einschließt. Der Lohn für dieses Überwinden sei die ewige Gemeinschaft mit Gott. Zu Beginn blickte er zunächst auf die letzten Gottesdienste zurück:
- Vor 10 Tagen sprach der Bezirksapostel darüber, wie wichtig es sei, über den Glauben zu sprechen: „Ich rede gerne über meinen Glauben.“
- Vor einer Woche ging es am Tag des internationalen Friedens um die Rolle eines jeden Christen: „Ich bin gerne Friedensstifter.“
- Am vergangenen Sonntag stand der Wille Gottes im Zentrum: „Ich will gerne den Willen des Herrn tun.“
Evangelist Schäfer betonte, dass das Einfügen des Wortes „heute“ in diese Sätze die Bedeutung für den Alltag jedes Einzelnen klar und greifbar mache. Er machte zudem deutlich, dass der böse Geist oft mit scheinbar harmlosen Gedanken wie „Über den Glauben reden – das ist doch Privatsache?“ versucht, uns davon abzuhalten, nach unserem Glauben zu handeln. Dies sei eine subtile Art, unseren Willen zu schwächen und uns davon abzubringen, den Glauben in seiner vollen Tiefe zu leben. Doch genau hier liege der Kern des im Bibelwort erwähnten Kampfes: den Willen Gottes trotz aller Widerstände zu tun.
Im Anschluss ergänzte der kürzlich zum Vorsteher der Gemeinde Montabaur ernannte Priester Kasten die Predigt. Er wies darauf hin, dass es im Glaubensleben weniger auf das Können, sondern vielmehr auf den festen Willen ankomme.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls folgte die Ernennung von Priester Tobias Erler zum stellvertretenden Gemeindevorsteher für die Gemeinde Niedernhausen. Bezirksvorsteher Schäfer dankte Priester Erler für die Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen, und gab ihm ein Bibelwort aus Kolosser 3,14 mit auf den Weg: „Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“ In seiner Ansprache stellte der Bezirksvorsteher die Liebe in den Mittelpunkt und betonte, dass sie alle Unterschiede überbrücken könne – sei es in Bezug auf Charaktere, Meinungen oder Prägungen. Besonders hob er hervor, dass die Liebe auch die Brücke zu Jesus Christus bilde und Priester Erlers neue Aufgabe von diesem Leitgedanken geprägt sein möge.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch den gemischten Chor der anwesenden Sänger umrahmt.
18. Oktober 2024
Text:
Thomas Brunschede
Fotos:
Thomas Brunschede
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