Am Sonntag, 2. August 2026, feierte Apostel Gert Opdenplatz in der Gemeinde Wiesbaden einen Gottesdienst, zu dem auch weitere Gemeinden aus dem Kirchenbezirk eingeladen waren. Im Mittelpunkt stand die Zusage Jesu: „Seid getrost, ich bin’s, fürchtet euch nicht.“ Besondere Höhepunkte waren die Heilige Versiegelung von drei Kindern sowie die Ordination von Gabriele Hanschur und Daniela Oster zu Diakoninnen.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Markus 6,50–51 zugrunde: „Aber sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin’s, fürchtet euch nicht! Und er stieg zu ihnen ins Boot.“
Apostel Opdenplatz erinnerte an die Situation der Jünger auf dem See. Noch kurz zuvor hatten sie bei der Speisung der Fünftausend ein großes Wunder erlebt. Nun aber befanden sie sich mitten in der Nacht auf dem Wasser. Der Wind stand ihnen entgegen, sie mühten sich beim Rudern ab und kamen dennoch kaum voran.
Solche Erfahrungen, so der Apostel, seien auch aus dem eigenen Leben bekannt: Zeiten, in denen Sorgen und Ängste bedrängen, in denen Krankheit, persönliche Schwierigkeiten oder andere Belastungen wie Gegenwind erscheinen und alle Anstrengungen scheinbar ohne Erfolg bleiben.
Gerade in diesen Situationen gelte die Zusage Jesu. Er sieht das Dunkel, den Gegenwind und das vergeblich erscheinende Mühen. Mehr noch: Er kommt zu den Menschen und steigt zu ihnen ins „Lebensschiff“. Dabei erinnerte Apostel Opdenplatz daran, dass Christus für die Seinen eintritt und sie nicht allein lässt.
Das "Lebensschiff" deutete er zugleich als Bild für die Gemeinde. Wo Menschen im Namen Jesu zusammenkommen, sei Christus gegenwärtig – unabhängig davon, ob eine große Gemeinde versammelt sei oder nur wenige Gläubige miteinander verbunden seien.
Besonders verwies der Apostel auf die vierte Nachtwache, in der Jesus zu den Jüngern kam: die dunkelste und kälteste Zeit der Nacht, zugleich aber auch die Zeit, in der der Morgen bereits nahe ist. Daraus leitete er eine Hoffnungsperspektive ab: Auch in Zeiten gesellschaftlicher Kälte, nachlassenden Glaubens und persönlicher Dunkelheit bleibe Christus gegenwärtig. „Der Morgen kommt“, lautete der zuversichtliche Ausblick – verbunden mit der Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi.
In seiner Predigtzugabe unterstrich der Bischof Schäfer die zentrale Zusage „Ich bin’s“: Wahrer Trost und Furchtlosigkeit gründen nicht in menschlicher Anstrengung oder Resilienz, sondern allein in der tatsächlichen Gegenwart Jesu Christi in seiner Kirche.
Drei Kinder empfangen die Gabe des Heiligen Geistes
Ein besonderer Schwerpunkt des Gottesdienstes war die Spendung der Heiligen Versiegelung an drei Kinder: Antonia Kasper aus Taunusstein sowie Micah Hofmann und Hailey Thiele aus Wiesbaden. Apostel Opdenplatz wandte sich herzlich an die Familien und ermutigte sie mit dem biblischen Leitgedanken: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit“ (2. Korinther 12, 9). Gerade in kleinen, zunächst noch sehr schwachen Kindern zeige sich Gottes grenzenlose Liebe.
Den Eltern legte er ans Herz, ihren Kindern immer wieder den Weg in die Gemeinde sowie zu Wort und Sakrament zu öffnen. Dadurch könne in ihnen ein tiefes Vertrauen zu Gott wachsen.
Nachdem die Eltern ihr feierliches Gelübde abgelegt hatten, ihre Kinder im neuapostolischen Glauben zu erziehen, spendete der Apostel ihnen durch Gebet und Handauflegung die Gabe des Heiligen Geistes.
Der Stein ist weggerollt
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Gert Opdenplatz Gabriele Hanschur und Daniela Oster aus Wiesbaden zu Diakoninnen.
In seiner Ansprache griff er das Bild vom weggerollten Stein am leeren Grab auf. Wie Gott den Frauen den Weg zum Grab geöffnet habe, so seien auch überkommene Vorbehalte gegenüber Frauen im geistlichen Amt aus dem Weg geräumt. Die beiden Diakoninnen ermutigte er, ihren Auftrag im Vertrauen auf Gottes Ruf anzunehmen und ihre Gaben in den Dienst der Gemeinde zu stellen.
Mit der Ordination erhielten sie Vollmacht, Segnung und Heiligung für ihren Dienst in der Wortverkündigung, der Seelsorge und am Altar. Apostel Opdenplatz sprach ihnen die Zuversicht zu, dass Gott ihnen Kraft schenken und sie in ihrem Dienst begleiten werde.
So schloss sich der Kreis zum Bibelwort des Gottesdienstes: „Ich bin’s, fürchtet euch nicht.“
24. August 2026
Text:
Thomas Brunschede
Fotos:
J.E. Brunschede
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