Im Apostelgottesdienst am Mittwoch, 9. September 2026, beauftragte Apostel Gert Opdenplatz den Priester Johannes Herber als neuen Vorsteher der Gemeinde Taunusstein.
Mit Tränen säen – mit Freuden ernten
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Psalm 126, 5.6: „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.”
Der Apostel machte deutlich, dass Weinen keine Schwäche sei. Auch Jesus habe geweint und mit den Trauernden mitgelitten. Wer weint, sei nicht allein: Jesus weint mit. Das Säen des Glaubens geschehe nicht immer unter einfachen Bedingungen; mitunter komme Negatives zurück. Dennoch gelte es, den Glauben weiterzutragen. Jesus selbst sei der Sämann, der mit Tränen gesät habe und jeder Gläubige sei Frucht dieses Säens. Die Aufforderung lautet: Weiter säen, Gott werde für das Gedeihen der Frucht sorgen.
In seinem Predigtbeitrag brachte Evangelist Laux diese Gedanken auf den Punkt mit zwei Kernaussagen: „Du darfst weinen” und „Hör nicht auf zu säen.” Säen bedeute, auf Menschen zuzugehen, mitzuempfinden und für sie da zu sein. Wer den edlen Samen trotz aller Tränen weitertrage, dürfe darauf vertrauen, dass am Ende alles gut werde.
Ein neuer Vorsteher für die Gemeinde
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Beauftragung von Priester Johannes Herber zum neuen Gemeindevorsteher. Priester Patrick Lanners, der die Gemeinde seit dem 12. Dezember 2021 als Vorsteher geleitet hatte, kann sich nun auf seine Aufgabe als stellvertretender Bezirksvorsteher fokussieren. Der Apostel bezog sich dabei auf 1. Timotheus 4, 12 und gab den beiden Priestern die Worte mit auf den Weg: „Sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit. Fahre fort mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme.”
Besonders betonte der Apostel die Worte Christi: „Denke daran, ich komme wieder!”, denn Aufgabe des Vorstehers sei es, die Gemeinde im Glauben auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten. Dazu brauche es nicht auf jede Frage sofort eine Antwort zu geben, sondern es sei die Aufgabe, in das Gebet zu gehen.
Mit Blick auf das Kreuz ermutigt der Apostel, den Dienst zu verstehen wie Apostel Paulus: Paulus sät und Gott lässt es wachsen. Auch heutzutage säen Amtsträger aus. Und daraus entstehe gute Frucht.
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