Eigentlich sollten Hirte i.R. Horst Mess und seine Frau Hannelore den Segen zur Feier ihrer eisernen Hochzeit in einem Festgottesdienst empfangen, den Apostel Gert Opdenplatz am 25. September 2024 in der Kirche in Wiesbaden feiern wollte. Aufgrund des Gesundheitszustandes des Ehejubilars konnte die Segensspendung jedoch nicht im Rahmen dieses Gottesdienstes stattfinden.
Bezirksevangelist Hans-Dieter Laux führte die Handlung stattdessen am 21. September im Horst-Hammerstein-Saal des Ludwig-Eibach-Hauses durch, in dem Hirte Mess seit einiger Zeit lebt. Dieser Raum wird auch von anderen Kirchen für die Feier von Gottesdiensten in diesem Seniorenzentrum genutzt. Mit seinem sakralen Charakter bot er einen würdigen Rahmen für das seltene Hochzeitsjubiläum.
Mehr als 30 Gäste nahmen an dem Segensgottesdienst teil: neben der Familie Freunde aus dem Leben des Jubelpaares, Evangelist Jens Oster als Gemeindevorsteher sowie Glaubensgeschwister aus der Gemeinde, die einen kleinen Chor bildeten und mit weiteren musikalischen Beiträgen an Querflöte und Klavier zum feierlichen Charakter beitrugen.
Apostel Opdenplatz hatte dem Bezirksevangelisten ein Bibelwort für das Jubelpaar mitgegeben: „Wohl dem, den du erwählst und zu dir lässt, dass er wohne in deinen Vorhöfen; der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel“ (Psalm 65,5). Dieses diente auch als Grundlage des Gottesdienstes. Der Tempel Gottes habe in der Ehe der Hochzeitsjubilare stets einen zentralen Platz eingenommen, betonte Bezirksevangelist Laux. In seiner aktiven Amtszeit diente der Hirte u.a. als Vorsteher in den Gemeinden Bad Camberg, Wiesbaden II und Wiesbaden-Sonnenberg – davon einige Jahre zeitgleich in zwei Gemeinden. In seiner Aufgabe stand seine Ehefrau unterstützend an seiner Seite.
Der Tempel sei der Ort, wo Gott wohne. Das Bestreben der Eheleute sei immer gewesen, dass Gott in der Familie eine feste Wohnung hatte. Wie in den Vorhöfen des alttestamentlichen Tempels Opferaltäre standen, so hätten auch die Eheleute manche Opfer gebracht - für Gott, ihre Familie und die Glaubensgeschwister. Aus der Nähe zu Gott schöpften sie bis heute viel Trost.
Der Bezirksevangelist sprach auch die gewachsene Festigkeit der Verbindung der beiden Eheleute an. Sie sei heute noch stark, obwohl man sich infolge gesundheitlicher Probleme nicht mehr jeden Tag sehen könne.
Im Anschluss an die Predigt feierte die anwesende Gemeinde das Heilige Abendmahl. Danach empfing das eiserne Hochzeitspaar dankbar und glücklich den erbetenen Segen Gottes.
Die erfreuliche gesundheitliche „Tagesform“ ermöglichte es, bei Kaffee und Kuchen sowie einem prickelnden Getränk anschließend den besonderen Tag gemeinsam mit den Gästen zu feiern.
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