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Apostel vertritt erkrankten
Bezirksapostel in Koblenz

 

Am Mittwoch, den 6. März 2024, feierte Apostel Gerd Opdenplatz in Vertretung des erkrankten Bezirksapostels einen besonderen Wochengottesdienst in Koblenz. Der Gottesdienst wurde in den gesamten Kirchenbezirk Wiesbaden übertragen. Anstelle des ebenfalls erkrankten Bischof Kramer konnte die Gemeinde Bischof Pascal Strobel aus dem Nachbarbezirk begrüßen.

Schon bevor der Gottesdienst offiziell begann, wurden die Anwesenden mit einem umfangreichen Musikprogramm willkommen geheißen, das von einem Orchester, einem Chor und Orgelmusik dargeboten wurde. Diese musikalische Einleitung schuf eine Atmosphäre der Besinnung und der Vorfreude, indem sie auf den bevorstehenden Gottesdienst einstimmte.

Apostel Opdenplatz wählte als Grundlage seiner Predigt ein Bibelwort aus dem Brief des Jakobus: "Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist, noch Wechsel von Licht und Finsternis." (Jakobus 1,17)

Seine Predigt begann Apostel Opdenplatz zunächst mit einem Hinweis über das Leben und die Glaubenshaltung von Käthe Walter, der Dichterin des vom Chor zuvor vorgetragenen Liedes. "Von meinem Leben ist wenig zu sagen", hatte sie einmal gesagt und ihre bescheidene Haltung damit zum Ausdruck gebracht. Gottes Güte und Führung seien wie leuchtende Fäden durch ihr Leben gezogen. 

Der Apostel thematisierte auch die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft, wie den Mangel an Liebe und den rauen Umgang miteinander. „Liebe ist Mangelware geworden“, zitierte er Bezirksapostel Storck. Er erinnerte die Gemeinde daran, dass sie dazu aufgerufen sei, Liebe zu praktizieren und zu einem positiven Umgang beizutragen.

Weiterhin sprach er über die Bedeutung des Lichts, das Gott den Menschen gibt, und ermutigte die Gemeindemitglieder, dieses Licht in ihrem Leben sichtbar zu machen. Er betonte, dass jeder Gläubige dazu berufen ist, seine Gaben in den Dienst der Gemeinde zu stellen. Gerade nach Corona sei die Mitwirkung beispielsweise in Chören und Orchestern weniger geworden. Er lud dazu ein, die von Gott empfangene Gabe wieder vom Rand in das Zentrum der Gemeinde zu rücken und sich einzubringen.

Im letzten Teil seiner Predigt thematisierte Apostel Opdenplatz die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi und die damit verbundene Überwindung der Dunkelheit. Er sprach über die Entscheidung der Konfirmanden, die sich mit ihrem Gelübde in wenigen Wochen gegen die Finsternis und für das Licht entscheiden werden. Abschließend gab er einen Ausblick auf die zukünftige Gemeinschaft mit Gott, in der es keinen Wechsel mehr von Licht und Finsternis geben wird.

In seiner Predigtzugabe vertiefte Bezirksvorsteher Matthias Schäfer das Bild des Lichts am Beispiel von Himmelskörpern, die ihr Licht von der Sonne empfangen und es reflektieren. Er betont, dass Gläubige ähnlich wie diese Himmelskörper sein sollten – angeleuchtet von Gottes Liebe, die in unserem Leben durch seine bewahrende Güte und gnädige Führung spürbar ist.

In einem abschließenden Predigtbeitrag legte Bischof Strobel den Schwerpunkt auf die Wertschätzung der göttlichen Gaben, die die Gemeinde in jedem Gottesdienst empfängt, und leitete zur Sündenvergebung und zum Heiligen Abendmahl über. Er erinnerte daran, dass Jesus Christus sich aus Liebe zu uns geopfert hat und dass wir aufgerufen sind, im Geist der Liebe und Vergebung zu leben, Gutes zu tun und Frieden mit Gott und unseren Mitmenschen zu suchen. 

Nach dem Predigtteil fand die Sündenvergebung statt, gefolgt von der Feier des Heiligen Abendmahls. Der Gottesdienst wurde mit Schlussgebet und Segen beendet. Die Musik, die den Gottesdienst einleitete und beschloss, umrahmte das gesamte Erlebnis und hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Teilnehmenden.
 

16. März 2024
Text: Thomas Brunschede
Fotos: Thomas Brunschede

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